Sally Perel – der Hitlerjunge Salomon in unserer Schule
... und erzählte von seinen eindrücklichen Erlebnissen, den Ängsten und Versuchungen, die er während der Nazi-Diktatur als jüdischer Hitlerjunge durchlebte. Sally Perel musste seine Religion und wahre Identität leugnen, um im grausamen Hitler-Deutschland überleben zu können. So wurde aus ihm ein Mitläufer, dessen Leben aber immer am seidenen Faden hing, nämlich dann, wenn er erwischt werden sollte. Das alles schilderte Sally Perel, ein heute 86 jähriger, jung gebliebener Israeli seinen jungen Zuhörern, den Lehrkräften und einigen Gästen sehr ausführlich. Es war äußerst beeindruckend, wie Sally den Spagat schilderte, dem Rat seines Vaters zu folgen („Vergiss nicht, wer du bist!“) oder den letzten Worten seiner Mutter zu folgen („Du sollst leben!“). Sally entschied sich für sein Leben und offenbarte sich nach dem Kriege erst 40 Jahre später, als er mit einem Herzleiden im Krankenhaus lag und sich nun entschloss, der Welt die Wahrheit über sich und seiner Geschichte zu erzählen. Zum Glück, möchte man ihm zurufen, hat er sich dazu entschlossen, der Jugend seine Geschichte zu erzählen. „Wenn ich es schaffe, einen Neonazi dadurch zu verhindern, habe ich mein Ziel schon erreicht!“ so Sally Perel.